Das bewirkt die Trockenheit

Bei den einen ist es das Schleppen der Gießkannen, bei den anderen führt die Machtlosigkeit gegenüber der Trockenheit zu Verdruss. Wo es Anfang August noch pausenlos regnete, fehlt es jetzt, gut einen Monat später, dringend an Niederschlag.

Keine Vegetation bei Raps und Zwischenfrucht

Auf die Gerste, die bereits Mitte Juli geerntet wurde, folgt in der Regel der Anbau von Raps und Zwischenfrüchten. Um ein optimales Wachstum zu ermöglichen benötigen diese Pflanzen neben Sonne, Boden, Nährstoffen und Temperatur vor allem eines – Wasser! Schon über zwei Wochen (??) hat es in einigen Regionen nicht mehr geregnet, was dazu führt, dass sich die Vegetation in einem Stillstand befindet. Eine anhaltende Trockenheit schadet nicht nur der Jungendentwicklung der Pflanze, sondern ab einem gewissen Punkt auch den Erträgen des nächsten Jahres.

Gut zu wissen: Durch den Anbau von so genannten Zwischenfrüchten, werden die Nährstoffe über den Winter in der Pflanze gespeichert. Wird z.B. Weizen im August geerntet, wird eine Zwischenfrucht wie Senf angebaut, die im Boden vorhandene Nähstoffe aufnimmt. Der Senf friert über den Winter ab und wird im Frühjahr von Bodenlebewesen abgebaut. Die Nährstoffe stehen jetzt der nächsten Kultur wieder zur Verfügung.

Stillstand im Ackerbau

Vor etwa 4 Wochen wurde der Weizen abgeerntet und kurz darauf der Boden flachgründig bearbeitet. Die so genannte Stoppelbearbeitung mischt die verbliebenen Erntereste in den Boden ein und ermöglicht so das Verrotten durch Bodenlebewesen. Außerdem keimen die Getreidekörnen und Unkrautsamen dann, wenn sie in den Boden eingearbeitet wurden und wachsen nicht mehr in der Kultur, die anschließend angebaut werden soll. Durch die anhaltende Trockenheit, fehlt diesen Samen jedoch die Bodenfeuchtigkeit, sodass die Gefahr besteht, dass sie erst dann keimen, wenn die nächste Kultur bereits gesät ist. Eine mechanische Bereinigung des Feldes, wie es durch den Pflug erfolgt wäre, ist dann nicht mehr möglich.

Notreife im Mais

Die Maisernte beginnt so früh wie nie. Entgegen der normalen Abreife über Milchreife, Teigreife und Vollreife, setzt bei dem Mais aufgrund des Wassermangels die Nottreife ein. Die Trockenheit versetzt die Pflanze also in Stress, sodass sie vorzeitig abreift, obwohl sie normalerweise noch weitere Stärke eingelagert hätte.